"Weisse Hölle, Weisser Rausch – der Bergfilmpionier Arnold Fanck"

Matthias Fanck

Arnold Fanck – Weisse Hölle - Weisser Rausch, Bergfilme und Bergbilder

160 Seiten, 169 Abb. Duoton

24 x 30 cm

Hardcover mit Schutzumschlag

ISBN 978-3-909111-66-4

CHF 58.00 / EUR 49.90

Weisse Hölle, Weisser Rausch – der Bergfilmpionier Arnold Fanck

1889 in der Industriestadt Frankenthal geboren, Studium der Geologie und Promotion in Zürich, anspruchsvolle Bergfahrten – besonders Winterhochtouren – zwischen 1910 und 1920, leidenschaftlicher Bücherfreund mit einer berühmten Bibliothek, autodidaktischer Fotograf, Kameramann und Film­regisseur, unermüdlicher Tüftler und Erfinder – das sind einige Facetten von Arnold Fanck.
Angetrieben von eigenem Erleben und beseelt von dem Wunsch, anderen die noch unbekannte Welt des Hochgebirges zu zeigen, dreht er mit Freunden 1919 den ersten Skifilm «Das Wunder des Schneeschuhs». Es folgt «Im Kampf mit dem Berge» – mit einer Musik von Paul Hindemith. In «Der Berg des Schicksals» hat 1924 Luis Trenker sein Film­debüt, 1925 in «Der heilige Berg» Leni Riefenstahl. 1927 dreht er die Skikomödie «Der grosse Sprung», 1929 «Die weisse Hölle vom Piz Palü» – immer noch einer der 100 besten deutschen Filme. «Stürme über dem Mont Blanc» erscheint 1930, im Jahr danach der «unsterbliche» Skifilm «Der weisse Rausch». 1932 entsteht «S.O.S. Eisberg», 1934 «Der ewige Traum», die Geschichte der Erstbesteigung des Mont Blanc. «Die Tochter des Samurai» mit Setsuko Hara in ihrer ersten Filmrolle wird 1936 in Japan gedreht, 1939 als letzter Spielfilm «Ein Robinson» in Südamerika.
Es ist das Verdienst von Arnold Fanck, die Kamera aus dem Studio «befreit» und in die Natur gebracht zu haben: Alle grossen Filme vor 1920 wurden im Studio gedreht. Das Drehen im Hochgebirge, auf Gletschern, in Gletscherspalten, auf Eisbergen, Vulkanen und aus Flugzeugen heraus bedingte Techniken, die noch nicht vorhanden waren und von Fanck und seinen langjährigen Kameraleuten erst entwickelt wurden.

«Arnold Fanck ragt als großer Pionier des Bergfilms heraus. Nicht nur lernten bei ihm Luis Trenker und Leni Riefenstahl, auch begannen unter seiner Regie eine Reihe wichtiger Kameraleute, deren Tätigkeit bis in die fünfziger Jahre hinein ihre Spuren in der deutschen Kinematographie hinterlassen hat.»
Eric Rentschler