"Nanga Parbat: Der Mythos vom «Schicksalsberg der Deutschen»"

Horst Höfler

Nanga Parbat – Expeditionen zum «Schicksalsberg der Deutschen»

Vorwort von Reinhold Messner

144 Seiten, 97 Abb. Duoton

24 x 30 cm

Hardcover mit Schutzumschlag

ISBN 978-3-905111-83-5

CHF 78.00 / EUR 49.80

Nanga Parbat: Der Mythos vom «Schicksalsberg der Deutschen»

Neben dem Mount Everest wurde zwischen den Kriegen und nach dem Zweiten Weltkrieg der 8125 Meter hohe Nanga Parbat zu einem Brennpunkt des bergsteigerischen Interesses. Die Briten be-zeichneten ihn als den «deutschen Berg». Doch die zahlreichen Versuche der Deutschen seit 1932 waren von Unglück und Toten gezeichnet, so dass der Nanga Parbat bald zum «Schicksalsberg der Deutschen» hochstilisiert wurde.
Erst 1953 gelang wiederum einer deutsch-österreichischen Expedition mit dem beispiellosen Alleingang von Hermann Buhl die Erstbesteigung des dritten Achttausenders. 1962 glückte die Erstdurchsteigung der 4000 Meter hohen Diamirwand und damit die erste Zweitroute an einem Achttausender. Die eindrucksvollen Aufnahmen aus den Archiven der Deutschen Himalaja-Stiftung und des Deutschen Instituts für Auslandsforschung sind Raritäten und lassen den Expeditions- alltag, Momente des Triumphes wie der erschütternden Tragödie lebendig werden.

Der Band belegt den Wandel vom fragwürdigen Heldentum zu den Gipfelerfolgen ehrgeiziger Individualisten: ein einmaliges Stück Bergliteratur, dem in der Himalaja-Dokumentation ein besonderer Stellenwert zukommt.

«Es ist Unsinn, vom Fluch des Nanga Parbat zu sprechen, und wenn der Nanga zum Schicksalsberg der Deutschen geworden ist, dann nicht deshalb, weil ein Dämon dort regiert, sondern einfach deshalb, weil er so unendlich viel grösser ist als wir Menschen.»
Reinhold Messner