"Fotos, die das Bild vom Bergsteigen veränderten"

Tom Dauer

Reinhard Karl – Das neue Bild der Berge

144 Seiten, 84 Abb. Duoton

24 x 30 cm

Hardcover mit Schutzumschlag

ISBN 978-3-909111-24-4

CHF 78.00 / EUR 72.90

vergriffen

Fotos, die das Bild vom Bergsteigen veränderten

Reinhard Karl, charismatischer Freikletterer der ersten Stunde, Begeher der ersten Alpenroute im VII. Schwierigkeitsgrad und der erste Deutsche auf dem Everest, ist bis heute Idol vieler Bergsteiger geblieben. Sogar für Spitzenalpinisten unserer Tage wie Alexander Huber war er ein Vorbild.
Seine Bücher haben nachfolgende Generationen von Kletterern massgeblich beeinflusst, seine Fotografien weisen in ihrer Modernität über die damalige Zeit hinaus. Legende wurde er nicht zuletzt durch sein kritisches Hinterfragen des Bergsteigens auch im Kontext gesellschaftlicher und politischer Veränderungen. Der bewusst subjektive Blick auf die Welt kennzeichnet nicht nur die Texte Reinhard Karls, sondern ist auch ein Merkmal seiner Bildsprache. Aus dem umfangreichen Fundus des fotografischen Werks, das er als Autodidakt geschaffen hat, wurden für diesen grossformatigen Bildband die Schwarz-Weiss-Aufnahmen ausgewählt. Sie beobachten den Bergsteiger bei seinem für den Laien manchmal «verrückten» Tun, stellen das bunte Volk der Kletterszene vor und fangen Stimmungen und Emotionen – Freude, Angst, Erschöpfung – hautnah ein. Und sie thematisieren das, was auch in seinen Texten immer wieder aufscheint: die Brüchigkeit des Wahrheitsbegriffs, die Differenz zwischen der subjektiven Wahrnehmung, dem Bild, und der objektiven Wirklichkeit. Dieses Bewusstsein über die Relativität jeder Beobachtung hat mit alpiner Romantik nichts mehr gemein und weist Reinhard Karl als Vertreter einer modernen Weltsicht aus.

«Es sind Reinhard Karls Fotos, die den Geist einer Epoche widerspiegeln und Standards setzten.»
DAV Panprama