"Eisenbahn-Impressionen aus den 50er-Jahren"

Rob Gnant

Bahnalltag – Reportagen aus vergangener Zeit

160 Seiten, 116 Abb. Duoton

24 x 30 cm

Hardcover mit Schutzumschlag

ISBN 978-3-909111-44-2

CHF 88.00 / EUR 79.90

Eisenbahn-Impressionen aus den 50er-Jahren

Als Fotoreporter war der 1932 geborene Rob Gnant ein Vierteljahrhundert lang für Zeitungen und Zeitschriften unterwegs und unermüdlich auf der Suche nach dem Alltag, dem er in seiner klaren Bildsprache seine Geheimnisse entlockte. Zu diesem Alltag gehörte in den 1950er-Jahren noch viel selbstverständlicher als heute auch die Eisenbahn: Poetisch sind die letzten Dampfzüge der Schweiz im zürcherischen Wehntal fotografiert. Feinfühlig ist die Reportage über die italienischen Gastarbeiter auf dem Weg in ihre Heimat: überfüllte Züge in Richtung Süden, die vollen Koffer mit Geschenken für die Familien, müde Kinder und glückliche Liebespaare.
Schon vergessen ist die Zugstewardess der Schweizerischen Speisewagen Gesellschaft: fünf Tage ist sie Schauspielerschülerin, zwei Tage die bodennahe Stewardessin der Holzklasse. Ebenso die Bahnpost, als die Post noch in voller Fahrt sortiert wurde. Einfühlsam sind die Stimmungsbilder aus den letzten Tagen des alten Bahnhofbuffets Bern. Poetisch die Weihnachten im Dienst der Bahn, das Stillleben im Stellwerk und schliesslich werden Erinnerungen an Kurt Frühs Film «Hinter den sieben Geleisen» wach: im Zürcher Industriequartier kämpft sich eine Dampflok durch den aufkommenden Strassenverkehr.
Ergänzt werden die Bilder Gnants durch einen Essay zum Bahnfahren von Iso Camartin und Bildkommentaren von Thomas Köppel.

«Während ringsum die Medien immer Extremeres als immer alltäglicher präsentieren, zeigen Rob Gnants Bilder das Aussergewöhnliche im Alltäglichen, das Schöne im Gewöhnlichen.»
Filmemacher Alexander J. Seiler