"Der Gnom: Ein Industrieprodukt aus kulturhistorischer Sicht"

Kilian T. Elsasser

Gnom – Niklaus Riggenbach – der Bergbahnpionier und seine Zahnrad-Dampflok «Gnom»

120 Seiten, 106 Abb. ein- und vierfarbig

17 x 24 cm

Hardcover mit Schutzumschlag

ISBN 978-3-905111-80-4

CHF 39.80 / EUR 39.80

Der Gnom: Ein Industrieprodukt aus kulturhistorischer Sicht

m Verkehrshaus der Schweiz in Luzern wurde der «Gnom» von 1871, die älteste erhalten gebliebene Zahnradlokomotive Europas und zweitälteste Dampflokomotive der Schweiz, restauriert und wieder betriebsfähig gemacht. Ihre Besonderheit ist der auf Bergstrecken zuschaltbare Zahnradantrieb. Erstmals wird die Erhaltung eines technischen Kulturgutes für die Nachwelt nach denkmalpflegerischen und professionellen musealen Grundsätzen realisiert – nicht Perfektionismus, sondern Authentizität ist das Ziel.
Die Wiederinbetriebnahme des Gnoms ist zum einen Anlass für eine ausführliche Würdigung Niklaus Riggenbachs, eines eigenwilligen Autodidakten, Unternehmers und Politikers. Zum anderen ist die Lokomotive ein Beispiel für die herausragende Bedeutung der Eisenbahn für die Entwicklungen im 19. und 20. Jahrhundert. Im Sinne einer kulturhistorischen Betrachtung thematisiert das breit gefächerte Autorenteam den wirtschaftlichen und sozialen Hintergrund der Industrialisierung. Als Werklokomotive der Steinbruchbahn in Ostermundigen ermöglichte der Gnom die Verbreitung des Sandsteins als Baumaterial im Städtebau und beeinflusste damit sowohl die Bautechnik als auch die Architektur. Die erste europäische Zahnradbahn auf den Rigi wiederum war der Auslöser für einen touristischen Aufschwung.
Auch als «Kunstwerk» lässt sich die Dampflokomotive betrachten: mobile Architektur im Spiegel der modernen Kunsttheorie. Konservatorische und handwerkliche Aspekte der Restaurierungsmethodik sind ebenso Thema wie die soziologische Frage nach der Tradierung von historischem technischen Wissen.

«Unbestritten ist die Tatsache, dass Riggenbach mit seiner Rigibahn sowie später auch andere Schweizer Ingenieure der Zahnradbahn zum Durchbruch verholfen haben.»
Alfred Waldis, Neue Zürcher Zeitung